| Es gilt zu
beachten, dass ab 08.10.2003 neue Ausfuhrbestimmungen für Zigarren
gelten. Danach ist die Ausfuhr von maximal 23 Zigarren ohne Kaufnachweis
möglich. Die Ausfuhr von darüber hinausgehenden Mengen ist nur möglich,
wenn man den Kauf anhand einer Rechnung, ausgestellt von einem
lizenzierten Zigarrengeschäft, nachweisen kann, und die Zigarren sich in
der original Zigarrenkiste befinden. Eine original Zigarrenkiste erkennt
man daran, dass sich auf dem Deckel ein Hologramm befindet

Bitte beachten Sie, dass
die cubanischen Zollbehörden berechtigt sind Zigarren zu konfiszieren,
falls es berechtigte Zweifel an der Herkunft gibt.
Wichtig ist ebenfalls das
hier über eine Rechnung (Factura) verfügen. Hier eine Beispiel Rechnung:

Update vom 06.12.2005
1. Zoll
Folgendes ist definitiv neu:
1.1. Alle Computer werden bei der Einreise registriert, und zwar mit Typ
und Seriennummer, Passnummer, einer Verwaltungsnummer (die offenbar das
Geburtsdatum des Reisenden enthält), dem Aureisedatum, der Flugnummer
und dem (selbst) geschaetzten Wert. Man bekommt eine Durchschrift der
Registrierung. Bei der Ausreise wird man dann nach dieser Durchschrift
gefragt und der Name wird erst nach deren Rueckgabe von einer Liste (!)
gestrichen.
Einen Bekannten haben sie aber wohl vergessen und er ist vor dem Abflug
auch nicht mehr nach Laptop und Zettel gefragt worden. Mal sehen, was
bei seiner naechsten Einreise passiert.
Nach Angabe von kdl kann man dieses Formular nicht nur fuer die "importacion
temporal" sondern auch fuer die "exportacion temporal" nehmen. Also bei
der Ausreise erklaeren, dass z.B. der Elektrokocher oder die externe
Festplatte aus Kuba heraus mitgenommen werden, damit es bei der Einreise
wegen dem Zeugs keinen Stress gibt.
Nachteil des ganzen Verfahrens ist, dass man alte Laptops nicht mehr
ohne Schwierigkeiten als regalo in Kuba lassen oder gar zur
Geschaeftemacherei mitnehmen kann. Großer Vorteil ist, dass man
praktisch jedes Notebook ohne Theater am Zoll mitnehmen kann. Keine
Diskussionen mehr ueber DVD-Laufwerke oder DVD-Brenner usw. Fuer mich
ueberwiegen hier also ganz klar die Vorteile.
1.2. Ebenfalls neu ist, dass man nicht mehr mehrmals pro Jahr Zoll
bezahlen kann. Das wird jetzt offenbar (anders als noch im letzten Jahr)
im Computer erfasst, und die freundliche Dame an der Kasse gibt einem
dann das Geld zurueck. Die folgende Bestimmung wird dabei nun dem
Wortlaut nach ausgelegt:
http://www.aduana.islagrande.cu/ropai.htm#turi bzw.
http://www.aduana.islagrande.cu/ropai3.htm#turi
Geht um "una vez cada ano natural". Du Darfst in einem Kalenderjahr also
nur einmal ueber den persoenlichen Bedarf hinausgehende Geschenke fuer
maximal 250 Cookies mitbringen. Die dann bei einem Wert von ueber 50
Cookies zu verzollen sind. Bei jeder weiteren Einreise wird der
Ueberhang dann konfisziert. Den Aussagen eines anderen
Gewohnheitstaeters, mit dem wir in DUS ein Bier getrunken haben, zufolge
haben sie ihm bei der zweiten Einreise im Jahr 15 Kilo Damenklamotten
konfisziert. Konfisziert wohlgemerkt: Also keine Rueckgabe. Alles weg,
das Zeug.
Bei mir war's allerdings umgekehrt. Ich habe so Kram von Akkuleuchten
ueber Benzinkocher bis zu Teelichtern und 'nem Kilo Nescafe dabei. Alles
persoenlicher Bedarf. Wobei ich das ja gerne ein paar Dollar dafuer
bezahlt habe, dass ich die Reste in Kuba lasse. Aber das geht ja nun
nicht mehr. Die paar Kinderklamotten, die ich fuer Bekannte dabei hatte,
die interessierten nicht, und nachdem der vom freundlichen Zoellner
gerufene Chef dann zweimal gesagt hat, dass das alles OK sei, konnten
wir dann abtraben. Bei meinem Kumpel haben sie sich nicht mal mehr seine
(allerdings bereits bezahlte) Zollerklaerung angeguckt. Wir kamen mit
unseren vier Koffern, den Taschen und den beiden Fahrraedern danach ohne
jedes weitere Problem raus.
Schon deshalb nicht schlecht gelaufen, weil sie einem anderen Bekannten,
der in Las Tunas verheiratet ist, vorher schon 60 (!) Cookies allein
fuer's Fahrrad abgeknoepft hatten.
1.3. Die 20-Kilo-Regel
Immer wieder hoert man auch, dass nur noch 20 Kilo als persoenlicher
Bedarf zugelassen werden sollen, und alles darueber hinaus irgendwie zu
verzollen sein soll. Aber 1. ist diese Regel auf den Webseiten des Zolls
nicht zu finden und 2. ist nicht klar, was denn z.B. mit Fressalien,
Hausrat usw. passiert. Einmal im Jahr kann man ja ein paar Chavitos
dalassen, aber beim 2. mal ist die Wuehlerei dann vielleicht nur noch
mit "einfach weniger mitnehmen" zu vermeiden. Vamos a ver.
2. Inmigracion
Wie bisher, weitgehend problemlos. Uebliche Kontrolldauer am Flughafen.
Nun aber mit freundlichem Hinweis darauf, dass zunaechst besser ein
Hotel oder eine Casa gebucht werden solle. Das ist aber wirklich nur ein
Hinweis. Du bekommst Deine Unterlagen auch wieder, wenn Du erklaerst,
dass Du das selber klaerst.
Die Hinweise haben natuerlich ihren Sinn, denn danach hat sich das
Theater mal wieder erheblich verschaerft:
Die Inmigracion in Holguin hat jetzt am Donnerstag geschlossen. Erst am
Freitag ist geoeffnet. Damit liegt mindestens ein ganzer Tag zwischen
Flugtag und Behoerdengang. Dieser Wahnsinn hat auch Methode: A-2 gab es
bei mir, da unverheiratet, diesmal nur gegen Einschaltung eines Anwalts.
Kannste dann am Donnerstag machen und kostet also nochmal 'nen Hunderter
extra. Diese Methode zum Abkassieren ist allerdings nicht wirklich neu,
sondern wird alle Jahre wieder mal praktiziert. Mit Papier vom Abogado
dann am Tag danach die ueblichen fuenf Minuten auf der Inmigracion.
Soweit, so gut. Mein Mitflieger hat allerdings das erste mal seit 12
Jahren kein A-2 bekommen. Sonst immer, egal ob verheiratet oder
unverheiratet, ob Casa von Freunden oder "Verwandschaft". Das war
wirklich neu, lag aber vermutlich nur daran, dass er die ersten Tage
trotz des Hinweises am Flughafen kein Hotel gebucht hat. Sie haben ihm
jedenfalls gesagt, dass es beim naechsten mal wieder klappen koennte,
wenn er sich an die Regeln haelt.
Apropos Regeln. Die Regel lautet natuerlich, dass es A-2 nur fuer
Familienangehoerige gibt. Und das bedeutet erstmal nur Ehegatte oder
Kinder. Alles andere bleibt Willkuer. |