An der nördlichen Küste der Insel, also der Atlantikseite, befindet sich
die Halbinsel Santa Lucia und darauf der gleichnamige Ort mit einem
wunderschönen und breiten Sandstand.
Ihr
vorgelagert liegt in 1 bis 2 km Entfernung das zweitgrößte Riff der
Welt.
Mehr als 35 verschiedene Plätze wer- den hier je nach Wetterlage mit
flachen Speedbooten angefahren und unter der Führung von erfahrenen
Guides betaucht.
Sie gehören zu einer Tauchbasis mit dem Namen “Shark`s Friends”, die am
Stand zwischen den Hotelkomplexen “Quatro Vientos” und “Vila Coral”
gelegen ist.
Die Basis ist gut geführt und verfügt über neue, komplette
Tauchausrüstungen.
Das sicher größte Spektakel dort ist eine Haifütterung am Tauchplatz Nr.
13. Dieser Tauchplatz befindet sich in einem etwa 7 km von der
Tauchbasis entfernten Kanal, der das offene Meer mit dem Hafen der Stadt
Nuevitas verbindet.
Der Weg zu diesem Tauchplatz beginnt an der Basis.
Mit einem alten Bus geht eine interessante Fahrt vorbei an
Mangrovensümpfen mit vielen rosa Flamingos und durch das cubanischse
Dorf aller cubanischen Dörfer, La Boca.
Am Tauchplatz angekommen stellt man einen befestigten Einstieg und eine
Eisenleiter im Wasser fest.
Von der wenige Meter entfernten Fischereigenossenschaft werden zur
Fütterung einige Fische als Köder geholt.
Die Zeit des geplanten Tauchganges ist abhängig von dem Gezeitenwechsel.
Ansonsten ist die durch Ebbe und Flut verursachte Strömung zu stark.
Angekommen auf einer Sandbank bilden alle Taucher, in der Regel 6-8
Personen, einen Halbkreis hinter einem von zwei beteiligten Tauch-Guides.
Dieser beginnt mittels einer Geräuschrassel und dem Blut eines
aufgeschnittenen Köderfisches die Haie anzulocken.
Dann beginnt das Spektakel.
Wie Schatten nähern sich die ersten der bis zu drei Meter langen und
sehr kräftigen Haie.
Zuerst sehr scheu, dann aber immer neugieriger nähern sie sich dem
Köder, bis endlich einer sein Maul aufreißt, den Fisch aus der Hand des
Guides nimmt und davon schwimmt. Erneut geht das Spiel los.
Die Anzahl der Haie läßt sich nur schwer bestimmen, aber es müssen
diesmal sieben oder acht sein.
Von bis zu fünfzehn Haien wird berichtet. Anhand der Zähne lassen sich
sicher zwei Arten bestimmen. Karibische Riffhaie und Stierkopfhaie sind
darunter.
Und alle scheinen sehr scheu und vorsichtig zu sein.
Nach 25 bis 30 Minuten ist der Zauber vorüber.
Die Haie haben bemerkt, dass die Köderfische aufgefressen sind und
verschwinden im tiefblauen Wasser, so wie sie gekommen sind.
Auch für die Taucher ist es an der Zeit wieder aufzusteigen.
Zur Sicherheit wird der angekündigte Stopp eingehalten und danach
entsprechend aufgetaucht.
Die Eisenleiter hilft am Ausstieg das Ufer und den alten Bus, der uns
zurückbringt, zu erreichen
1. Manta Point (Tiefe 30m)
Dieser Tauchplatz liegt im nördlichen Teil der Halbinsel Sabinal, einer
Zone der verschiedensten Tierarten. Hier kann man sehr oft Rochen
beobachten. Zu Beginn einer naturbelassenen Sandfläche befinden sich
sehr viele, schöne Korallen. In den Formationen der Kanäle und zwischen
den Riffdurchfahrten kann man neben allen Korallenarten auch Fische wie
Schnapper, Barsche, Kaiserfische und Papageienfische, ja sogar
Schildkröten entdecken, deren Zuhause hier ist.
2. Maternillos (Tiefe 30m)
Ganz in der Nähe des Leuchtturmes Faro Colon (1849) auf der Spitze des
Maternillos ist dieser Tauchplatz charakteristisch für viele Korallen,
z.b. Gorgonen, aber ebenso für riesige Korallenblöcke, die etwa 500m von
der Küste entfernt sind. In einer wunderschönen Unterwasserwelt mit
intakter Fauna sind viele große Fische in allen erdenklichen Farben
anzutreffen.
3. La Corona (Tiefe 26m)
Beim Abtauchen an einer Wand sieht man unter sich Korallen in der
Formation einer Krone. An der senkrechten Wand wachsen die
unterschiedlichsten Weichkorallen. Neben Fischen mit tropisch bunten
Farben gibt es hier auch sehr große Tarpune zu sehen.
4. Las Palmas (Tiefe 27m)
Dieser Platz wird wegen seiner Vielfalt an Korallen auch Palmenwald
genannt. In dieser Unterwasserwelt entdeckt man Schwämme, Silberfische
und Salatkorallen. Grosse und kleine Fische in vielen Farben bevölkern
diesen Platz.
5. El Cable (Tiefe 20m)
Ein sehr historischer Platz. Im 19. Jahrhundert hat hier ein großes
Schiff ankern wollen.In 15 m Tiefe kann man das Ankerseil noch sehen,
dort beginnt es und es wird berichtet, dass der Anker in einer Tiefe von
mehr als 90m zwischen den Korallen neben einem Schatz liegen soll. An
dem Seil hängen noch 2 weitere Anker auf unterschiedlichen Tiefen.
6. Puente Herber (Tiefe 25m)
Dieser Platz ist eine natürliche Unterwasserbrücke, die aufgrund eines
Unterwasserbebens entstand. Der Entdecker dieses Platzes war John
Herber, ein Taucher. Die Korallenwände sind wunderbar und schön, von
September bis Februar kann man an diesem Tauchplatz Sandfälle
beobachten. Fische aller Arten und Farben sind hier heimisch.
7./8./9. Joventinas I, II, III (Tiefe
27m)
Die Zeit und die Gezeiten halfen der „Joventina“ nicht, den Elementen
dieses Riffes zu widerstehen. Diese Elemente jedoch bestimmen den Reiz
dieses Tauchplatzes Joventina. Wunderbare, farbige Korallen und die
Vielfalt der Fische in Größe und Farbe überzeugen den Betrachter.
Riesenmuscheln (Strombus Gigas), das Symbol von Sta. Lucia, sind dort zu
finden.
10. Sharks (Tiefe 27m)
Dieser Tauchplatz befindet sich nahe der Öffnung des Kanals nach
Nuevitas und kann nur bei Stopp der Strömung während der Gezeiten in
einer Zeit von 45 bis 50 Minuten betaucht werden. Wenig Bewuchs wird
durch viele Fische ausgeglichen. Stierkopfhaie sind hier von
„Treppenstufen“ aus zu beobachten.
11. Las Anforas (Tiefe 27m)
Vielfältig sind hier die Formen und Größen vieler Amphoren aus der
Kolonialzeit, die von den spanischen Eroberern in das Wasser geworfen
wurden. Öl, Trinkwasser und Wein enthielten diese Gefäße spanischer
Soldaten dieser Zeit.. Daher ein sehr interessanter, für historische
Studien wichtiger, Platz.
12. Nuevo Montera (Tiefe 27m)
Hier liegt ein Wrack, den Bug zum Ufer hin nach oben (7-8m)
positioniert. Das Heck liegt in 27m Tiefe. Das Wrack ist 1894 erbaut
worden, 1903 gesunken und inzwischen sehr schön bewachsen. Ursprünglich
hatte das Schiff 2 Schornsteine, 3 Masten und eine Schraube mit 4
Flügeln und wurde auf einer Liverpooler Werft für die Küstenschifffahrt
gebaut. Am 27. Juli 1903 wollte das Schiff bei sehr schlechter Sicht in
den Kanal einfahren, stieß aber mit einem anderen Schiff, der
Pocklington, zusammen und sank. Gleich neben dem Wrack zeigen die
Tauchlehrer der Basis „Shark‘s Friends“ die spektakuläre Fütterung der
Stierkopf- und Karibischen Riffhaie aus der Hand.
13. La Piedra de Biosca (Tiefe 18m)
Ein schöner Tauchplatz mit einem großen Felsen, der in den Kanal hinein
ragt und für die Schifffahrt eine Gefahr, für Taucher aber einen Gewinn
darstellt. Robalo, eine große Fischart, ist dort von Juli bis November
in Höhlen zu finden. In diesen Höhlen gebären auch die Weibchen. Diese
Fische sind für Haie ein Leckerbissen. Schnapper, Barsche,
Papageienfische u. a. sind dort zu finden.
14. La Poza (Tiefe 14m)
Kanäle in Richtung des offenen Meeres kennzeichnen diesen Tauchplatz.
Die Welt der Korallen ist nach Art und Farbe vielfältig (Gorgonen,
Feuerkorallen, Schwarze Korallen). Die Fische dort stehen oft sehr still
im Wasser, fast bewegungslos. Es sind Kaiserfische, Sardinen und viele
andere Arten. Durch die geringe Tiefe wird dieser Platz auch gerne von
Einsteigern genutzt.
15. Black Coral (Tiefe 30m)
Ein Tauchplatz im offenen Meer am Riff in der Nähe des Dorfes La Boca
und seiner Häuser. Viele Schwarze Korallen sind kennzeichnend für diesen
Platz. Die Zulieferer der Schmuckhersteller tauchen hier oft nach diesem
Material, obwohl dieser Schatz des Meeres dadurch in die Gefahr des
Aussterbens gerät. An einer Wand sind Gorgonen und Schwämme zu finden,
in deren Mitte Wasserspinnen Schutz vor Feinden suchen. Auch Moränen
bevölkern diesen Tauchplatz.
16. Sabinal (Tiefe 9m)
Wrackreste eines Zementschiffes fallen dem Taucher auf. Dieses Schiff
hat 20 Jahre die touristische Infrastruktur in Santa Lucia mitgestaltet
und wurde danach als Attraktion für Tauchanfänger versenkt. Ein reges
Unterwasserleben in bunter Vielfalt erstaunt den Betrachter. Moränen,
Langusten und auch Schwämme sind dort zu finden.
17. Alta Gracia (Tiefe 27m)
Hier liegt auf 27m ein Schlepper, dessen Aufgabe es war, Schiffe
zwischen Haiti und Kuba hin und her zu schleppen. Die Struktur des
Schiffes ist gut erhalten, Schwämme haben den Rumpf und das Deck
erobert. Kleine und große Fische haben hier ihr Domizil. Langsam aber
beginnt das Schiff mit dem Riff zu einer Einheit zu verwachsen.
18. El Escalon (Tiefe 18m)
Dieser Tauchplatz, eine Treppenstufe auf 18m, hat auf der einen Seite
eine Wand zum Abtauchen, auf der anderen Seite eine Wand, die in die
unendliche Tiefe des blauen Meeres führt. Auf der Stufe wachsen nahezu
alle Korallen und Arten, die das Meer zu bieten hat. Während in den
Korallen überschwängliches Leben herrscht, kann man im tiefen Blau des
Ozeans Großfische, Barrakudas, Tarpune und Rochen beobachten. Nach einem
eingehenden Studium der Korallen, Felsen und Lebewesen wird das
Austauchen in 6m Tiefe über vielen Weichkorallen leicht gemacht.
19. Kleine Höhle (Tiefe 28m)
Eine 10m kleine Höhle fällt dem Taucher in ca. 20m Tiefe auf. Viele
Schwämme, Weichkorallen und kleine Fische bilden den Rahmen.
20. Tiefe Höhle (Tiefe 30m)
Diese Höhle befindet sich an einer Wand in 30m Tiefe und ist sehr groß,
14m breit und 16m hoch. Viele Ausbuchtungen mit Silberfischen als
Bewohner erfreuen im Schein der Lampen den Taucher. Schwämme und in
großer Zahl Schwarze Korallen sowie andere Fischarten in großer Zahl
kann man in der Umgebung der Höhle beobachten.
21. Diver‘s Den (Tiefe 30m)
Dieser Tauchplatz war der erste, den die Taucher der Tauchbasis vor
vielen Jahren entdeckten. Canyons und Korallen kennzeichnen dieses
Gebiet ebenso, wie viele kleine, farbige Fische.
22./24./25./26. Poseidon I, II, III, IV
(Tiefe 30m)
Alle diese Tauchplätze sind über flachere (20m) Plattformen zu erreichen
bzw. zu verlassen. Sie befinden sich direkt vor dem Hotel MAYANABO. Die
Tauchzone hat eine sehr große Ausbreitung. Ihre Namensgebung durch den
griechischen Gott des Meeres erfolgte aufgrund der außergewöhnlichen
Vielfalt an Korallen und Fischen. Bemerkenswert sind Geweih- und
Hirnkorallen, Riffhaie, Adlerrochen und Schildkröten.
23. Hectors Coral Garden (Tiefe 30m)
Ein Gebiet, das den Namen Korallengarten wirklich verdient. Ein
deutscher Taucher hat diesem Platz seinen Namen gegeben. Unzählige
Farben kennzeichnen die Unterwasserflora und –fauna, wobei das
kristallklare Wasser bis in die Tiefe von 30m ausgezeichnete Sicht
bietet. Fische in allen Größen und Farben sowie alle erdenklichen
Korallen geben diesem Tauchplatz sein Gesicht.
27./28./29./34. Cañon I, II, III, IV (Tiefe 30m)
Ein Amerikaner aus Colorado gab diesem Platz den Namen wegen seiner
Ähnlichkeit mit dem Grand Canyon. Viele Schluchten sind hier
kennzeichnend. Die Wände sind sehr steil und tief, Sandfälle kann man
unter Wasser beobachten. Ganze Kolonien von „Brautstraußkorallen“ sowie
vielfältige Schnapperarten bilden das Umfeld.
30. El Susto (Tiefe 27m)
Ein Tauchplatz zwischen 2 Riffen mit teilweise erheblicher Strömung.
Gelegentlich treibt diese Strömung Taucher an den oberen Teil einer
Wand, die steil abfällt. Dabei blicken Taucher urplötzlich in die Tiefe.
Daher der Name El Susto (der Schrecken). Wie an anderen Plätzen, über
und über Korallen, Fische in allen Farben.
31. Ost 120 (Este 120) (Tiefe 23m)
Der Tauchgang beginnt auf einer Plattform in 15m Tiefe, schnell werden
25m über eine Kante erreicht, danach beginnt eine wunderbare
Korallenwelt. Grosse Felsen und eine kleine Höhle bilden den Weg.
Zigtausend kleine Fische, MANJUAS, sowie einige Langusten machen auf
sich aufmerksam.
32. La Copa (Tiefe 28m)
Das Tauchgebiet hat seinen Namen von dort befindlichen Schwämmen, die
wie Pokale aussehen. Alle Arten von Rifffischen sind hier zu Hause.
33. Las Valentinas (Tiefe 30m)
Ein Tourist namens Hector Manst hat diesen Tauchplatz an einem
Valentinstag entdeckt. Unzählige Felsen und Korallen bedecken dieses
Areal, Großfische, z. B. Adlerrochen, Moränen, Schnapper, Spatenfische
u. v. m. sind hier heimisch.
34. Punta de Ganado (Tiefe 30 Meter)
Diese Tauchzone befindet sich vor der
Landspitze Punta de Ganado. Die Korallenformationen hier sind
unglaublich schön erhalten wie sonst nirgendwo an der Küste und werden
kaum taucherisch besucht. In einer kleinen Grotte gibt es hier Muränen
und viele Schwarmfische. 35. Neptuno (Tiefe 30 Meter) Ein Platz der
begnadet von den Sirenen der Meeresgottes beschützt wird, mit einer
unglaublichen Vielfalt an bunten Korallen wie sonst nirgendwo im Becken
von Santa Lucia zu finden. Dieser Platz ist etwas besonderes für
Korallenliebhaber.