Hier ein kleiner Reisebericht über einen Cubaurlaub vom 16.05. bis 31.05 von Guajira

So, nun kommen wir mal zum Reisebericht.
Nachdem wir ca. 6x beim Düsseldorfer Flughafen gefragt haben, ob der Bomber startet, da Wilma zu dem Zeitpunkt grade nach Kuba unterwegs war, versicherte man uns, dass es kein Problem sei und wir starten könnten.

Etwa 20 Stunden später befanden wir uns über den Bahamas, als der Pilot die Durchsage machte:"Wenn sie rechts aus dem Fenster schauen sehen sie den Hurrikan Wilma, der gerade über Florida zieht, und wenn sie links aus dem Fenster schauen sehen sie den Tropensturm Alpha".
Das nenn ich echtes Sightseeing!
Jedenfalls kurz darauf wackelte der Bomber nach allen Regeln der Kunst, dass ich fast ne Flasche Rescuetropfen in mich reinballerte und dann verkrampft in die "rote" LTU-Decke biß.
Trotzdem landeten wir mit 1 1/2 Stunden Verspätung ohne Probleme in Varadero.

Beim Ausstieg dachte ich, mir bläst jemand mit Föhnluft entgegen. Wilma war weg und es schien schon wieder die Sonne.
Am Flughafen rief uns der "5 vor Flug-Mann"zu sich und erklärte, dass wir die erste Nacht im Arenas Blanca übernachten müßten, da der Club Karey ziemlich überschwemmt sei.
Im Arenas Blanca fehlten hier und da ein paar Fenster und der Strand war komplett verschwunden. Gut, dafür wurde dieser an einem völlig anderen Platz wiedergefunden, wo vorher kaum Strand war.
Das Hotel war soweit ok und sauber, wobei wir eh nicht viel davon mitbekommen haben.

War aber nicht weiter schlimm, denn schon einen Tag später konnten wir dann rüber zum Karey.Es war alles sauber und vorallem trocken.
Problem war, dass durch Wilma lange der Strom weg war und die Zimmerkarten nicht codiert werden konnten.So warteten wir 5 Stunden, zusammen mit dem "Sextourist".Ein Rentner, der ausschließlich wegen Senorittas auf die Insel kam und das auch völlig locker und normal sah.Ob er im Endeffekt welche gefunden hat weiß keiner, aber Spaß hatte er trotzdem.
Lustigerweise erwiesen sich die wenigen deutschen Gäste im Hotel durchweg als Freaks.Aber coole Freaks. Jedenfalls hatte man immer was zu lachen und traf sich allabendlich an der Lobbybar.
In der ersten Woche gabs keine Pina Colada.Eigentlich gabs außer Cuba Libre garkeinen Cocktail. Reicht aber ja.
Das erste Zimmer war zum Kanal hin und die Klimaanlage war defekt.
Da wir das Fenster auf hatten, hatten wir nachts so ca. 1 Million Moskitos im Zimmer, die ich mit dem Duschvorleger nach und nach ermordete. Trotzdem sah ich am nächsten morgen aus wie ne grobe Salamie.
Also wechselten wir das Zimmer wieder und hatten dann traumhaften Meerblick und ne funktionierende Klimaanlage. Inclusiv gehörte wohl auch eine Ameisenstraße zum Zimmer.Die störte aber nicht weiter, wurde auch nicht entfernt.
Am dritten Tag legte ich dem Zimmermädchen Trinkgeld ins Zimmer.Platziert auf meiner tollen neuen "roten" Decke, die ich eigenhändig (wo, sag ich nicht) entwendet hatte.
Nachmittags war diese dann zusammen mit dem Trinkgeld weg.War wohl nix mit neuer Decke.
Die ersten Tage war der Himmel bedeckt.Also war genug Zeit um Varadero zu erkunden und den Doppeldeckerbus auszuprobieren.
Ziemlich erschrocken war ich vom Kindergarten. Krass!Die Erzieherin schoß sofort raus und wollte Geschenke haben. Ich hatte natürlich nix dabei.
Kurz vor der 58 sten links haben wir ne coole Bar gefunden.Cocktails 2,50 und hammerlecker.Vorallem war alles da. Kann ich nur empfehlen.
Ansonsten überall das übliche Programm.3 Musiker pro Bar, die anschließend ihre CDs verticken wollten. Kutscher die einen permanent ansprechen um Fahrten anzubieten und hupende gelbe Eiertaxis.
Auf jedenfall lustig und interessant.Vorallem waren die Leute und sogar die Hunde total locker.
Die erste Woche haben wir hauptsächlich am Strand entspannt und uns Cocktails reingezogen.Zwischenzeitlich huschten Ausläufer von Beta über die Insel, was aber kaum zu spüren war.In der 2. Woche in der es durchgängig sonnig und 30 Grad war, sind wir an einem Tag nach Havanna mit Stadtführung, was ich schade fand, denn man sieht nicht alles. Zigarrenfabrik + Rummuseum+ Mittagessen. War super interessant und beeindruckend.Haben dann den kurzen "Freigang" ausgenutzt um selbständig mal rumzulaufen und Fotos zu machen.
Also wer Havanna bei einem Kubabesuch ausläßt hat einiges verpaßt, wo bei ich ja auch nur Bruchstücke gesehen hab.
Der zweite Ausflug war die Catamarantour zur Cayo Blanco.Echt traumhaft und mit nem riiiesen Sonnenbrand verbunden.
Das Delphinschwimmen in den abgetrennten Becken war zwar nicht so mein Ding,aber ändern kann ich auch nix dran.
Mittagessen auf der Insel war genial.Mit Hummer usw.Stimmung auf dem Boot war auch super. 85 Euro für die Tour ist zwar viel Geld aber wenn man sonst nicht viel ausgibt kann man mal ne Ausnahme machen.

Am letzten Abend waren wir im "Rumba". Geile Disco mit hauptsächlich Latinomusik, Soul und HipHop. 10 CUC Eintritt und Getränke AI.

Im Großen und Ganzen ein sehr entspannender Pauschalurlaub, mit viel Spaß und interessanten Eindrücken.
Das Hotel selber wäre eine geniale Anlage, wenn sie gepflegt werden würde und das Personal mal kräftig Feuer unterm Hintern bekäme und nicht nur für Trinkgeld arbeiten würde.Das käme bei guter Arbeit von selbst.
So wars leider mangelhaft, aber wir haben das Beste draus gemacht und nehmens mit Humor.
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Carpe Diem


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