Reisebericht Kuba März 2001.

Vorweg: Ich werde hier keine Namen oder Details über irgendwelche Chicas berichten. Erstens ist das privat und zweitens gibt es hier genug Read-Only-Fuzzies, für die ich keine detaillierten Berichte schreibe.

Ankunft in Havanna. Wie immer, wenn zwei Jumbos fast gleichzeitig eintreffen, ist die Immigracion total überlastet. Allerdings sind die Beamten dort nicht mehr ganz so streng. Eine andere Reisende hatte ihre Touristenkarte verloren; da durfte sie vor Ort eine neue kaufen. Da habe ich auch schon Geschichten von Zurückweisungen gehört. Ein bißchen Spanisch mit der Immigrationstante gesprochen, was die lästige Frage nach der Reservierungsbestätigung für ein Hotel verhindert. Mein Gepäck war zwar als 'prioritär' gekennzeichnet, das interessiert die Kubaner aber nicht. Von Landung bis ich schliesslich mein Gepäck in der Hand halte sind mehr als zwei Stunden vergangen. Dafür wurde ich noch nie in Havanna vomZoll kontrolliert; auch diesmal nicht.

Seit meinem zweiten Aufenthalt bleibe ich immer nur die erste Nacht im Havanna. Ist einfach zu teuer und zu laut dort, und zuviel Abzocke. Übernachte immer bei einer netten Familie; keine Probleme mit chicas. Im Bereich von Prado und Hotel Inglaterra laufen jede Menge Chicas rum. Viele mit einem chulo im Hintergrund. Fast alle fragen innerhalb der ersten Minute: "Vamos a una casa particular ?". Viel zu schnell und zu professionell für meinen Geschmack. Ausserdem gibt es dort auch temporär jede Menge Polizeipräsenz, woraus ein rapides Absenken der Chica-Präsenz folgt.

Meine Empfehlung für Havanna nach wie vor: Barrio Chino. Wenig Polizei und viele Chicas, die vom Land nach Havanna gekommen sind und dort nach Touristen Ausschau halten. Für jeden Geschmack was dabei.

Am zweiten Tag dann mit Viazul nach Cienfuegos. Großer Reisebus besetzt mit sieben (!) Passagieren.
Wie sich das wohl rechnet ? Dort hatte ein kubanischer Bekannter ein Top-Casa aufgetan: Vorraum mit
Sitzecke, Schlafzimmer mit einem Doppel- und einem Einzelbett (!), Küche mit Herd und Kühlschrank sowie ein Top-Badzimmer. Klimaanlage selbstvertständlich, keine Probleme mit Chicas (nicht nur nachts, auch tagsüber). Das ganze für 15$ am Tag. Ausserdem kann der Besitzer des Hauses auch noch prima kochen.
Cienfuegos hat einen kleinen Flugplatz mit zwei Verbindungen pro Woche nach Kanada und seit neuestem ein Direktflug aus Miami einmal die Woche. Dementsprechend viele Touris aus Kanada vor Ort. Immer noch das gleiche Spiel dort: Zwei Discos vor Ort, wo Chicas auf Touris warten. Open-Air "Caribena" in Punta Gorda und "Benny Moren" (viel beißender Rauch, nix für mich) am Parque Marti.
Die anderen beiden Plätze am Malecon (Rapido und die Open-Air Disco "Priza") sind zur Zeit aufgrund der hohen Polizeipräsenz nicht so angesagt.
Die Chicas fragen nach 20$ in der Disco "Caribena" bzw. 30$ im "Benny Moren" (wenn man hier bis 4.00 Uhr wartet, dann angeblich auch nur 20$). Nebeneffekt des Tourismus: Viele der Chicas sind sehr abgebrüht und haben mit unerfahrenen Touristen wohl leichtes Spiel. Z.B. wollen sie 5 oder 10$ fürs Taxi haben, obwohl sie um die Ecke wohnen oder sie gehen nach 30 Minuten, weil sie angeblich Angst vor der Polizei haben.
Für mich lief diesmal in Cienfuegos außer der Reihe ohnehin nichts, da ich dort eine "feste chica" seit dem vergangenen Jahr habe. Wer weiß, wie eifersüchtig kubanische Frauen sein können, der weiß auch, warum man sich dann auch mit anderen zurückhält.

Mit meiner Freundin habe ich dann auch einen kurzen Trip nach Ciego de Avila und Santa Clara gemacht. Ciego ist wirklich schon ziemliches Land. Die Disco im Hotel (Name vergessen) war auch ziemlich verraucht und voller häßlicher (bis auf zwei oder drei) Chicas. Und viele Chulos.
Die Vermieterin des Casas, die ich mal diskret nach den Problemen mit Polizei und Chicas fragte, sagte mir aber auch: "No Problema". Ich habe auch einmal den Inspektor (den für die Casas Particulars) kommen sehen; der schaffte es allerdings nur bis zur Küche und zog dann fünf Minuten später mit einem Riesen-Freßpaket wieder ab. Seinem Bauch nach zu urteilen, besucht er wohl viele Casas.

Santa Clara bietet ein ähnliches Bild, wenn auch ein wenig weiter entwickelt. Hier gab es letztes Jahr auch mehrere Wochen lang massive Probleme mit der Polizei. Aber so ist das nunmal in Kuba: Wenn irgendwo ein Problem auftaucht, dann wird dort erstmal für kurze Zeit mit massivem Einsatz versucht etwas dagegen zu tun. Anschließend hat der Ort dann dafür umso länger Ruhe vor den Behörden.

Nach mehreren Tagen in Cienfuegos ging es noch nach Pinar del Rio. Netter Ort. Zwei Cabarets und zwei Diskos im Ort. Viele Chicas, wenig Probleme mit der Polizei. Die meisten Touristen kommen nur für ein oder zwei Tage hierher, um sich die Höhlen von Vinales oder die Tabakfabrik anzusehen. Obwohl der Ort weit über 100.000 Einwohner hat, gibt es nur drei (!) Taxis für Touristen. Ein Mietwagen ist also absolut empfehlenswert.

Diesmal fing mein Mietwagen in Pinar an Probleme zu machen: Die Benzinpumpe. Der Repräsentant der Mietwagenfirma vor Ort ist auch Mechaniker in Personalunion. Aus einem anderen defekten Wagen baute er mittels Hammer und Meißel die Benzinpumpe aus und tauschte meine aus. Als er aber so mit brennender Zigarette im Mund über dem offenen Tank herumhantierte, bin ich dann doch erstmal ins nahegelegene Hotel gegangen, um dort ein Bier zu trinken.
Wenigstens hat es der Wagen dann ohne Probleme am nächsten Tag zum Flughafen in Havanna geschafft.

Übrigens: Die Mietwagenfirma in Cienfuegos wollte mir keinen Wagen für eine Einwegmiete nach Havanna vermieten, wenn ich weniger als sieben Tag miete. Der Grund ist wohl, dass die Angestellten i.d.R. von den Touris ein bißchen Trinkgeld bekommen, mit dem sie ihr Gehalt kräftig aufbessern. Aber auf den Arm nehmen lass ich mich nicht: Am nächsten Tag. ein anderer Mensch hatte Dienst, erneut zur Mietwagenfirma, Wagen für drei Tage gemietet, wobei als Rückgabe natürlich ebenfalls Cienfuegos vereinbart wurde. Allerdings darf man laut Vertrag das Mietverhältnis zu jedem Zeitpunkt in jedem Büro der Firma beenden, was ich dann nach drei Tagen am Flughafen von Havanna auch tat. Mal sehen, ob die nächstes Mal in Cienfuegos noch gut auf mich zu sprechen sind ?

Alles in allem war es mal wieder ein gelungener Urlaub. Der Tip von Ralf mit "Soy Russo" funktioniert
übrigens prima bei den chulos, besten Dank. Mich nerven diese Typen neben den hohen Mietwagenpreisen und den Pauschal-Touris auf ihren Tagesausflügen am meisten auf Kuba.

cubafan

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