Vorweg: Ich werde hier keine Namen oder Details über
irgendwelche Chicas berichten. Erstens ist das privat und
zweitens gibt es hier genug Read-Only-Fuzzies, für die ich
keine detaillierten Berichte schreibe.
Ankunft in Havanna. Wie immer, wenn zwei Jumbos fast
gleichzeitig eintreffen, ist die Immigracion total
überlastet. Allerdings sind die Beamten dort nicht mehr ganz
so streng. Eine andere Reisende hatte ihre Touristenkarte
verloren; da durfte sie vor Ort eine neue kaufen. Da habe
ich auch schon Geschichten von Zurückweisungen gehört. Ein
bißchen Spanisch mit der Immigrationstante gesprochen, was
die lästige Frage nach der Reservierungsbestätigung für ein
Hotel verhindert. Mein Gepäck war zwar als 'prioritär'
gekennzeichnet, das interessiert die Kubaner aber nicht. Von
Landung bis ich schliesslich mein Gepäck in der Hand halte
sind mehr als zwei Stunden vergangen. Dafür wurde ich noch
nie in Havanna vomZoll kontrolliert; auch diesmal nicht.
Seit meinem zweiten Aufenthalt bleibe ich immer nur die
erste Nacht im Havanna. Ist einfach zu teuer und zu laut
dort, und zuviel Abzocke. Übernachte immer bei einer netten
Familie; keine Probleme mit chicas. Im Bereich von Prado und
Hotel Inglaterra laufen jede Menge Chicas rum. Viele mit
einem chulo im Hintergrund. Fast alle fragen innerhalb der
ersten Minute: "Vamos a una casa particular ?". Viel zu
schnell und zu professionell für meinen Geschmack. Ausserdem
gibt es dort auch temporär jede Menge Polizeipräsenz, woraus
ein rapides Absenken der Chica-Präsenz folgt.
Meine Empfehlung für Havanna nach wie vor: Barrio Chino.
Wenig Polizei und viele Chicas, die vom Land nach Havanna
gekommen sind und dort nach Touristen Ausschau halten. Für
jeden Geschmack was dabei.
Am zweiten Tag dann mit Viazul nach Cienfuegos. Großer
Reisebus besetzt mit sieben (!) Passagieren.
Wie sich das wohl rechnet ? Dort hatte ein kubanischer
Bekannter ein Top-Casa aufgetan: Vorraum mit
Sitzecke, Schlafzimmer mit einem Doppel- und einem
Einzelbett (!), Küche mit Herd und Kühlschrank sowie ein
Top-Badzimmer. Klimaanlage selbstvertständlich, keine
Probleme mit Chicas (nicht nur nachts, auch tagsüber). Das
ganze für 15$ am Tag. Ausserdem kann der Besitzer des Hauses
auch noch prima kochen.
Cienfuegos hat einen kleinen Flugplatz mit zwei Verbindungen
pro Woche nach Kanada und seit neuestem ein Direktflug aus
Miami einmal die Woche. Dementsprechend viele Touris aus
Kanada vor Ort. Immer noch das gleiche Spiel dort: Zwei
Discos vor Ort, wo Chicas auf Touris warten. Open-Air "Caribena"
in Punta Gorda und "Benny Moren" (viel beißender Rauch, nix
für mich) am Parque Marti.
Die anderen beiden Plätze am Malecon (Rapido und die
Open-Air Disco "Priza") sind zur Zeit aufgrund der hohen
Polizeipräsenz nicht so angesagt.
Die Chicas fragen nach 20$ in der Disco "Caribena" bzw. 30$
im "Benny Moren" (wenn man hier bis 4.00 Uhr wartet, dann
angeblich auch nur 20$). Nebeneffekt des Tourismus: Viele
der Chicas sind sehr abgebrüht und haben mit unerfahrenen
Touristen wohl leichtes Spiel. Z.B. wollen sie 5 oder 10$
fürs Taxi haben, obwohl sie um die Ecke wohnen oder sie
gehen nach 30 Minuten, weil sie angeblich Angst vor der
Polizei haben.
Für mich lief diesmal in Cienfuegos außer der Reihe ohnehin
nichts, da ich dort eine "feste chica" seit dem vergangenen
Jahr habe. Wer weiß, wie eifersüchtig kubanische Frauen sein
können, der weiß auch, warum man sich dann auch mit anderen
zurückhält.
Mit meiner Freundin habe ich dann auch einen kurzen Trip
nach Ciego de Avila und Santa Clara gemacht. Ciego ist
wirklich schon ziemliches Land. Die Disco im Hotel (Name
vergessen) war auch ziemlich verraucht und voller häßlicher
(bis auf zwei oder drei) Chicas. Und viele Chulos.
Die Vermieterin des Casas, die ich mal diskret nach den
Problemen mit Polizei und Chicas fragte, sagte mir aber
auch: "No Problema". Ich habe auch einmal den Inspektor (den
für die Casas Particulars) kommen sehen; der schaffte es
allerdings nur bis zur Küche und zog dann fünf Minuten
später mit einem Riesen-Freßpaket wieder ab. Seinem Bauch
nach zu urteilen, besucht er wohl viele Casas.
Santa Clara bietet ein ähnliches Bild, wenn auch ein wenig
weiter entwickelt. Hier gab es letztes Jahr auch mehrere
Wochen lang massive Probleme mit der Polizei. Aber so ist
das nunmal in Kuba: Wenn irgendwo ein Problem auftaucht,
dann wird dort erstmal für kurze Zeit mit massivem Einsatz
versucht etwas dagegen zu tun. Anschließend hat der Ort dann
dafür umso länger Ruhe vor den Behörden.
Nach mehreren Tagen in Cienfuegos ging es noch nach Pinar
del Rio. Netter Ort. Zwei Cabarets und zwei Diskos im Ort.
Viele Chicas, wenig Probleme mit der Polizei. Die meisten
Touristen kommen nur für ein oder zwei Tage hierher, um sich
die Höhlen von Vinales oder die Tabakfabrik anzusehen.
Obwohl der Ort weit über 100.000 Einwohner hat, gibt es nur
drei (!) Taxis für Touristen. Ein Mietwagen ist also absolut
empfehlenswert.
Diesmal fing mein Mietwagen in Pinar an Probleme zu machen:
Die Benzinpumpe. Der Repräsentant der Mietwagenfirma vor Ort
ist auch Mechaniker in Personalunion. Aus einem anderen
defekten Wagen baute er mittels Hammer und Meißel die
Benzinpumpe aus und tauschte meine aus. Als er aber so mit
brennender Zigarette im Mund über dem offenen Tank
herumhantierte, bin ich dann doch erstmal ins nahegelegene
Hotel gegangen, um dort ein Bier zu trinken.
Wenigstens hat es der Wagen dann ohne Probleme am nächsten
Tag zum Flughafen in Havanna geschafft.
Übrigens: Die Mietwagenfirma in Cienfuegos wollte mir keinen
Wagen für eine Einwegmiete nach Havanna vermieten, wenn ich
weniger als sieben Tag miete. Der Grund ist wohl, dass die
Angestellten i.d.R. von den Touris ein bißchen Trinkgeld
bekommen, mit dem sie ihr Gehalt kräftig aufbessern. Aber
auf den Arm nehmen lass ich mich nicht: Am nächsten Tag. ein
anderer Mensch hatte Dienst, erneut zur Mietwagenfirma,
Wagen für drei Tage gemietet, wobei als Rückgabe natürlich
ebenfalls Cienfuegos vereinbart wurde. Allerdings darf man
laut Vertrag das Mietverhältnis zu jedem Zeitpunkt in jedem
Büro der Firma beenden, was ich dann nach drei Tagen am
Flughafen von Havanna auch tat. Mal sehen, ob die nächstes
Mal in Cienfuegos noch gut auf mich zu sprechen sind ?
Alles in allem war es mal wieder ein gelungener Urlaub. Der
Tip von Ralf mit "Soy Russo" funktioniert
übrigens prima bei den chulos, besten Dank. Mich nerven
diese Typen neben den hohen Mietwagenpreisen und den
Pauschal-Touris auf ihren Tagesausflügen am meisten auf
Kuba.
cubafan
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Kubaforum dieser Seite und ich bringe Ihn dann direkt in die Sammlung
mit ein.