Die Provinz Pinar del Rio

Die Provinz Pinar del Rio

Pinar del Río ist die westlichste Provinz Kubas. Ihre Hauptstadt ist Pinar del Río. Mit 10931 km² ist sie Kubas drittgrößte Provinz und wird im Osten von der Provinz La Habana begrenzt. Im Norden grenzt sie an den Golf von Mexiko und im Süden an die Karibik.

  Die 175 km lange Cordillera de Guaniguanico bildet das Rückgrat der Provinz Pinar del Río. Sie erhebt sich am Pan de Guajaibón bis auf 699 Meter. Südlich und nördlich des Gebirges befinden sich Küstenebenen, deren Großteil sumpfig ist. Im Gebirge liegt die Sierra del Rosario welche unter UNESCO - Schutz steht, außerdem liegt westlich davon die Sierra de los Órganos (Orgelpfeifengebirge). Im Tal dazwischen, dem Valle de Viñales, liegt der touristisch bedeutsame Ort Viñales. In diesem Tal befinden sich sogenannte Mogotes, das sind bewachsene Kegelkarstfelsen. Aufgrund des karstigen Untergrundes gibt es außerdem viele Höhlen in dieser Gegend. Auch unterirdische Flüsse existieren. Der längste Fluss der Provinz ist der Río Cuyaguateje, der 112 km lang ist, den westlichen Teil der Sierra de los Órganos entwässert und in die Bahía de Cortés fließt. Der größte Teil des Baumbewuchses besteht aus Kiefernwäldern, natürlich sind aber auch die für Kuba so typischen Königspalmen allgegenwärtig.
     
 
Die artenreichste Region Pinar del Ríos ist das Biosphärenreservat Península de Guanahacabibes, diese Halbinsel ist gleichzeitig der westlichste Punkt Kubas. Ein Großteil der Küste von Pinar del Río ist sumpfig.

Das Hauptprodukt der Provinz ist der Tabak. An die 80% der Tabakproduktion Kubas stammen aus der Gegend um Pinar del Río. Aber auch Zuckerrohr, Reis und Zitrusfrüchte werden angebaut. Außerdem wird Viehzucht betrieben. Bis 1997 wurde in den Minas de Matahambre im Nordwesten Kupfer abgebaut, sie wurde jedoch als "unwirtschaftlich" geschlossen.

Pinar del Río ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt im Westen Kubas ca. 170 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt. Sie hat ca. 150.000 Einwohner und liegt am Fluss Río Guamá auf einer Höhe von 60 Metern über dem Meeresspiegel. Pinar del Río ist die "Tabakhauptstadt" Kubas. Circa 80 Prozent der Gesamtproduktion des Landes stammen aus dieser Gegend.

Der Ort wurde 1669 als "Nueva Filipina" gegründet. Aufgrund der umgebenden Pinienwälder und des nahhegelegenen Flusses Río Guamá wurde der Name später in "Pinar del Río" (Pinien am Fluss) umbenannt. Davor lebten in dieser Region Ureinwohner vom Stamm der Guanahatabeyes, die jedoch ausgerottet wurden. Die Stadt wuchs schnell, weil der kubanische Tabak sehr gefragt war. Trotzdem war Pinar del Río kurz nach der Revolution die ärmste Region Kubas. Mittlerweile hat sich das jedoch geändert, nicht zuletzt wegen der verhältnismäßig guten Infrastruktur: nach der Revolution wurde Pinar del Río an die kubanische Westostautobahn (autopista) angeschlossen, außerdem existiert eine Bahnanbindung und ein Flughafen. Heute gilt Pinar del Río als die wohlhabendste Region Kubas.

Im Jahre 1896 wurde die Stadt von General Antonio Maceo besetzt. Dies war einer der Gründe für die Beteiligung der USA am Unabhängigkeitskrieg, da diese ein unabhängiges Kuba verhindern wollte. Während der Kubakrise spielte die Region um Pinar del Río erneut eine Rolle, da hier der größte Teil der sowjetischen Raketen stationiert war.

 
 

Text : Wikipedia

 

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