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Charly Kuba Neuling

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 12 Wohnort: Bonn
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Verfasst am: 02.09.2006 21:18 Titel: Wie weiter Kuba? |
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Raul Castro – Statthalter Fidel Castros
Fidels Machtübergabe scheint dialektisch. Wenn er die Macht im Staat nicht nur vorübergehend hätte abgeben wollen, so wären wohl jüngere Vertreter berufen worden. Da hätten sich 2 Männer seines Vertrauens angeboten. Einerseits Carlos Lage, sein Privatsekretär. Nun bedeutet die Position des Sekretärs auf Kuba anderes als man sich hierzulande darunter vorzustellen mag. War es doch auch Carlos Lage, der die Erkrankung und die vorübergehende Mächtübergabe an Raul Castro im Namen Fidels bekanntgeben durfte.
Carlos Lage scheint wie kein anderer in die politischen Pläne von Fidel eingeweiht.
Die Übergabe an Raul hat wohl mehr symbolischen Charakter. Fidel, der sich immer wieder als „schlauer Fuchs“ gezeigt hat, lässt sich vom amerikanischen CIA eben nicht so gerne in die Karten schauen.
Und so war es auch. Nach der Bekanntgabe von Fidels Krankheit tappte die CIA im Dunkeln.
Als ein Nachfolger gleichen Vertrauens in die Fortsetzung seines Kurses kommt der Außenminister Roques in Frage, der Fidel bei einigen Anlässen des Äußeren immer wieder mal vertrat.
Aber eben die Machtübergabe an Raul hat provisorischen Charakter. Und noch eines: Sie zeigt, dass mit der Einsetzung des obersten Militärs auch die Einschätzung einer US-geplanten Besetzung einhergeht.
Raul Castro ist neben Fidel außerdem einer der wenigen noch lebenden Commandante von 1959.
Zu Raul selbst
Raul war Jahre vor Fidel Mitglied der kommunistischen Partei Kubas, sozusagen Jugendfunktionär. Wenn Raul auch nicht wie sein Bruder der große Massenagitator ist, so ist er doch ideologisch versiert und hat die Armee voll hinter sich.
Raul gilt als unbedingt linientreu. Wer anders als er hätte die „Wirtschaftsperiode in Friedenszeiten“ nach dem Zusammenbruch der Comecon-Staaten so gestalten können, ohne dass der kubanische Sozialismus dabei verloren gegangen wäre.
Unter seiner Führung übernahm das Militär zusätzlichen Obst- und Gemüseanbau, um die Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen. Damals 1990 brachen 85% der kubanischen Exporte weg. Ebenso hatte Raul maßgeblichen Anteil am Aufbau des Tourismus, längst mit Abstand die Devisenquelle Nr. 1.
Und natürlich repräsentiert er wie kein anderer den „Fidelismo“. Sicher ist er auch der Führer des Übergangs, der am meisten das Vertrauen der kubanischen Bevölkerung genießt.
Und wie geht es weiter?
Meiner Meinung nach wird Fidel bald wieder die offizielle Führung übernehmen. Sollten die USA eine Invasion starten, wird er die Verteidigung in den Händen seines Bruders belassen. Unter diesen Umständen wird Fidel Castro selbst eine Zeit unentbehrlich bleiben. Er wird wohl kämpfen bis zum letzten Atemzug, agitatorisch diesmal.
Die USA könnten diesen Krieg zunächst einmal in der Weltöffentlichkeit verlieren. Im Rat für Menschenrechtsfragen der UN ließen sich die USA gar nicht erst aufstellen, Kuba wurde mit 3 Vertretern hineingewählt.
Die kubanische Bevölkerung ist gespalten. Sie sind zwar großenteils „Fidelistas“, nicht unbedingt Kommunisten. Sie sind größtenteils Anhänger der sozialen Errungenschaften der Revolution. Wenngleich sich viele mehr Freiheiten, insbesondere Reisefreiheiten wünschen, von den USA okkupieren lassen sie sich nicht. Das würde ein 2. Vietnam für die USA!
Sollte wider Erwarten alles ruhig bleiben seitens der USA, so wird Fidel wohl die jetzt schon auf mehrere Schultern verteilte Macht auch der Bevölkerung vermitteln und vermitteln können.
Repräsentant und Symbol der Revolution wird er auch bis nach seinem Tode bleiben.
Viva la revolucion! Auf Kuba hält die "Revolution" von 1959 an, so sieht man es dort! |
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mirlaya Kuba Neuling

Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 33 Wohnort: Rociana del Condado
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Verfasst am: 03.09.2006 18:25 Titel: |
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ich mag gar nicht darüber nachdenken, was passieren würde, wenn´s castro auf einmal wieder doch schlechter gehen würde und sich die in cuba durch die usa gestützte opposition erheben würde. wenn die usa da erst einmal einfallen ist alles zu spät. ich hoffe, dass die cubaner auch ohne fidel (in ein paar jahren hoffentlich erst) zusammenhalten... sonst war´s das.
ich hoffe also mit dir  _________________ un beso significa amistad, sexo y amor
en cualquier parte del mundo, no importa la religión
por un beso de tu boca voy al cielo y hablo con dios
alcanzo las estrellas de emoción
(*aventura*) |
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Higgi Kuba Kenner


Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 168 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 04.09.2006 07:01 Titel: |
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wegen mir soll der alte sack verschwinden, denn vielen geht es jetzt schon dreckig genug...nix zu essen, keine kleidung, keine hygiene artikel oder waschmittel usw.
wer kein zugang zu cuc hat ist genauso beschissen dran , wie vor der diktatur castros.
und jetzt fangt bloss nicht an mit den guten schulsystem oder gesundheitswesen, das kannste alles vergessen. |
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mirlaya Kuba Neuling

Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 33 Wohnort: Rociana del Condado
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Verfasst am: 09.09.2006 16:48 Titel: |
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wenn du kubas analphabetenrate und den gesundheitszustand mit dem vom rest lateinamericas vergleichst, siehst du da nen unterschied? ich schon. ist genau wie in der ddr. wir hatten keinen luxus, konnten aber trotzdem alle leben. das nur als einwurf, weil du meinst, ich solle bloß nciht damit anfangen... (und die cubaner wissen, dass es ihnen besser geht als den meisten lateinamericanern. aber mal ehrlich, wer will schon ständig hören, wie gut es ihm doch geht, wenn es ihm an anderen dingen wie geld mangelt, da hast du schon recht...)
glaubst du, cuba geht´s besser, wenn erst die usa dort einmarschieren??? na prost mahlzeit... _________________ un beso significa amistad, sexo y amor
en cualquier parte del mundo, no importa la religión
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alcanzo las estrellas de emoción
(*aventura*) |
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Higgi Kuba Kenner


Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 168 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 10.09.2006 16:21 Titel: |
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na dann gehe mal in ein hospital, dann wirste die errungenschaften des sozialismus sehen. alles verrottet vor sich hin, keine medizin oder med. apparate...gracias Fidel.
dein hochgelobtes schulsystem ist auch ein witz, viele können nicht einmal richtig lesen und schreiben, geschweige denn mathematik.
wofür sollen sie denn auch was lernen, vernünftige arbeit wo man von leben kann, gibt es sowieso sehr wenig. denn von den paar peso cubano ist es sehr schwer über den monat zu kommen.
nur wer zugang zu deviesen hat, kann einigermassen leben, der rest vegetiert nur vor sich hin und wartet das der tag vorbei geht. |
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superfunboy24 Kuba Kenner

Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 85 Wohnort: Kuba isla los paradies
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Verfasst am: 10.09.2006 16:31 Titel: Hi |
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Hi Higgi,
Na so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Die Leute können keine großen Sprünge machen, aber vor sich hinvegetieren ist etwas übertrieben.
Die Verwandten meiner Frau sind auch Lehrer, Verkäuferin, etc. und haben auch alle Kinder, die ebenfalls studieren und etwas versuchen aus Ihrem Leben zu machen.
Also bitte nicht immer nur Negativ schreiben.
Roland |
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Higgi Kuba Kenner


Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 168 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 10.09.2006 16:38 Titel: |
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verhunger tut ja auch keiner, aber ich möchte nicht mein ganzes leben lang reis mit bohnen essen.
als ich das letzte mal zu besuch auf cuba war, habe ich mitbekommen das in unserer fam. schon wochenlang keiner mehr richtige hygiene artikel hatte, sei es seife oder zahnpasta oder waschmittel.
denn die zuteilung auf libretta hat mal wieder nicht hingehauen.
das hat mit einer negativen einstellung nix zu tun, es ist die realität gewesen.
meine fam wohnt im hintersten ende von cuba und da gibt es ebend öfter diese "ausfälle" oder versorgungslücken.
ich würde auch lieber berichten, das alles in ordnung ist auf der "Piraten insel"
schwiegervater musste bis voriges jahr mit 80 peso rente auskommen, so und nun sage mir mal wie du davon mit drei personen leben willst, ohne unterstützung von aussen |
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